Die Chance nutzen!

By | Allgemein

Liebe(r) LeserIn,

das FeG Dresden-Süd Leitungsteam hat gerade die Entscheidung getroffen, unsere Impulse am 15. und am 22.03. ausfallen zu lassen. Da wir schon einen VIP-Sonntag ohne Veranstaltung am 29.03. geplant haben, haben wir nun den Rest des Monats ohne Sonntagsveranstaltungen im Hotel Dormero.

Falls du dich für die Hintergrundinformationen interessierst, hier ein paar Links:

Wie könnten wir darauf reagieren? Es ist eine CHANCE! Eine Chance, Eigeninitiative zu zeigen. Eine Chance, neue Ideen auszuprobieren. Eine Chance, Beziehungen auf eine neue Art zu pflegen. Eine Chance, selber Verantwortung zu übernehmen. Wie könnte dies geschehen?

Hier ein paar Ideen:

  • Impuls zuhause mit deiner Sofarunde oder ein paar vertrauten Freunden halten. Du kannst bei mir einen Predigttext bestellen; ich schicke sie dir gerne. Ihr könnt das Thema in der Runde besprechen, mit und füreinander beten, usw.
  • Gemeinsames Live-Stream: Am Gottesdienst der FeG Dresden, unserer Muttergemeinde, online per Live-Stream teilnehmen; oder online beim Forum Hoffnung. Ich habe eine Liste weiterer FeGs, die Gottesdienste online anbieten.
  • Wie wäre es mit einer gemeinsamen Gebetsspaziergang?
  • GottesDIENST an VIPs! – „Darf ich euch etwas vom Lebensmittelladen mitbringen?“
  • Deine Idee …

Mich hat folgende Wortbetrachtung vom Pressesprecher unseres Bundes, Artur Wiebe, Mut gemacht: Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen. | Matthäus 6,33

„Es ist Krisenzeit. Bewusst wird mir das mit jeder Türklinke, die ich nur mit dem Ellbogen öffne, und jeder Begegnung, bei der ich auf Abstand bleibe.
Wer eine Krise erlebt, ist oft selbstfixiert und um das eigene Wohlergehen besorgt. Das zeigen die durch Hamsterkäufe verursachten leeren Regale in den Geschäften.
Doch Jesus-Nachfolger ticken anders: Sie lassen sich nicht von der Krisenstimmung anstecken, sondern verbreiten Hoffnung, bieten Hilfe an, packen tatkräftig mit zu. Nicht selten wird dadurch die Diakonie von Christen zum Evangelium für die überraschten Empfänger.
Nach Gottes Reich trachten heißt, sich nicht um sich selbst zu sorgen, sondern sich von Gott versorgt zu wissen und sich so dem verunsicherten und Not leidenden Menschen zuzuwenden.“

Mögen wir genau diese Erfahrung machen!
Bei Fragen stehen wir dir gerne zur Verfügung.
Möge Gott dich segnen, bewahren und zu seiner Ehre gebrauchen!
Liebe Grüße
Jeff

Der Herr ist mein Hirte … Teil 2

By | Allgemein, Angst

Der 23. Psalm verleiht uns Einsicht und hilft uns, mit schwierigen Lebenssituationen klar zu kommen. Er spricht verschiedene Lebenslagen an:

  1. wir fühlen uns unzulänglich; einer Aufgabe nicht gewachsen
  2. wir sorgen uns um dieses oder jenes
  3. wir fürchten uns vor einer unsicheren Zukunft
  4. wir überlegen uns, Gottes Weg zu verlassen und unseren eigenen Weg absichtlich in die Irre zu gehen

Willst du weiterlesen? Hier klicken um die 2. Ansprache von 2 herunterzuladen.

Foto: Sächsische Schweiz, J. Ingram

Der Herr ist mein Hirte … Teil 1

By | Allgemein

Seit Jahrhunderten spricht der kurze 23. Psalm Menschen Trost und Hoffnung zu. Das Leben ist nicht einfach. Wir erleben Niederlagen, werden mit Krisen konfrontiert, fühlen uns ausgepowert und überwältigt, verlieren beliebte Menschen, und müssen mal mit Feinden zurecht kommen. Dieser Psalm hat die richtigen Worte für fast jede schwierige Situation.

Willst du weiterlesen? Hier klicken um die 1. Ansprache von 2 herunterzuladen.

Foto: Sächsische Schweiz, J. Ingram

Behüte dein Herz

By | Gottes Wort

„Behüte dein Herz mit allem Fleiß, denn daraus quillt das Leben“. (Sprüche 4,23, LUT2017)

Dieser Vers befindet sich in einem Kapitel, in dem Salomo seinen Sohn mahnt, den Weg der Bösen zu vermeiden, denn „der Gottlosen Weg ist wie das Dunkel; sie wissen nicht, wodurch sie zu Fall kommen werden“.  (Sprüche 4,19)

Ich lese gerade ein Buch auf Englisch – Life Without Lack – von meinem Lieblingstheologen, Dallas Willard (auf Deutsch etwa Ein Leben ohne Mangel). Er schreibt: „Wenn Gott das Böse betrachtet, sieht er nicht ausschließlich menschliche Taten, sondern auch die Gedanken und Absichten, die sich hinter den Taten verstecken. Gott erforscht unser Herz und erkennt unsere Gedanken aus zwei Gründen:

  1. weil unser Leben daraus quillt, und
  2. weil unsere Gedanken und Ideen Satans Spielfeld sind.

„Satan herrscht über uns mittels Bilder, Ideen, Gefühle und Ängste. Aus dieser komplizierten Quelle entspringen die meisten unserer Taten und Handlungen, also gerade darauf konzentriert sich Satan.

„Menschen können nicht gezwungen werden, Böses oder Gutes zu tun. Sie entscheiden sich entweder für das Gute oder das Böse. Wie treffen sie diese Entscheidungen? Ganz einfach. Sie werden überzeugt, dass eine Vorgehensweise besser als eine andere ist. Aus diesem Grund arbeitet Satan an unserem Herz durch unsere Gedanken, genau wie er es mit Eva im Garten von Eden getan hat. „Hat Gott wirklich gesagt?“ fragte die Schlange die Frau. (1. Mose 3,1)

„Wir behüten unser Herz, indem wir unser Herz mit Gott füllen. Sein Wort zu betrachten und unser Wesen von ihm ernähren zu lassen sind viel mehr als nur nette Aktivitäten, die wir von Zeit zu Zeit tun mögen. Unser Leben hängt davon ab!

„Der Psalmist schenkte uns ein Rezept fürs Leben als er schrieb: »Ich habe dein Wort in meinem Herzen bewahrt, damit ich nicht gegen dich sündige«. (Psalm 119,11 NL) In seinem Wort spricht Gott uns Leben spendende Wahrheit zu, denn sein Wort ist »lebendig und wirksam. Es durchdringt unsere innersten Gedanken und Wünsche. Es deckt auf, wer wir wirklich sind, und macht unser Herz vor Gott offenbar«. (Heb. 4,12, NL)

„Wenn wir morgens aufstehen, sollen wir als allererstes denken: »Herr, rede mit mir. Ich höre zu. Ich möchte deine Stimme hören.« Wir sagen dies nicht, weil es einfach ein netter Start in den Tag ist, sondern, weil mit Gott und seinem Wort erfüllt zu sein der einzige Weg ist, nicht durcheinander zu werden. Wenn du nichts Ähnliches machst, ist es dir unmöglich neutral zu denken. Deine Gedanken werden unbedingt irgendeinen Inhalt haben; du kannst deine Gedanken nicht entleeren. Gedanken sind wie die Natur, die ein Vakuum verabscheut. Deine Gedanken unterhalten sich entweder mit Gottes Wahrheit, oder sie unterhalten sich mit Satans Lügen. Eine dritte Option gibt es nicht.“ – Life Without Lack, Dallas Willard, Seiten 82-83 #LifeWithoutLack

Krass oder? Genau aus diesem Grund habe ich über die Jahre hinweg mehrere Bibelpassagen auswendig gelernt, dann habe ich Gottes Wort immer parat, egal wo ich bin und was ich mache. Über zeitlose Wahrheiten nachzusinnen gibt mir Orientierung für den Alltag und formt meine Gedanken. Versuch es selber!

Allein der Glaube – Angst überwinden

By | Angst, Dankbarkeit, Glaube, Gottes Wort

Am 01.10.2017 haben wir anlässlich des 500. Jubiläums der Reformation mit einer vierteiligen Reformationsreihe angefangen. Unsere Gemeindereferentin Mindy Boyd hat uns gut ins erste Thema, „Allein der Glaube“, hineingeführt. Heute geht’s weiter mit der Frage „Was für eine Auswirkung kann oder soll unser Glaube auf unsere Ängste haben?“

Im Buch Expedition Freiheit schreiben die Autoren einige Andachten zum Thema „Glauben als Lebenshaltung“, die auf dem 23. Psalm basieren. Psalm 23, 4: »Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich«.

Geben wir es zu: Wir haben alle Ängste. Das finstere Tal sieht bei jedem anders aus. Wir haben Angst vor Ablehnung, Arbeitslosigkeit und Angst vor der Macht der Vergangenheit. Wir haben Angst vor Einsamkeit, Krankheit, Verlassenwerden, Versagen und vor einer unsicheren Zukunft. Wir haben vielleicht sogar Angst vor Gott und insbesondere vor dem Tod. Heute morgen wurde ich von einer älteren Frau angerufen, die versichern wollte, dass ich mich um ihre Beerdigung kümmern würde, wenn es so weit ist – sie ist 82 und freut sich guter Gesundheit. „Das Sterben gehört zum Leben“, meinte sie.

Im Psalm 23 ist das Schaf, das in ein dunkles Tal gekommen ist, ziemlich wehrlos. Womit kann er sich gegen Gefahren schützen? Er muss sich auf den Hirten verlassen; der Hirte ist seine einzige Hoffnung.

»Aber machen wir uns nichts vor: Selbst wenn der Hirt dabei ist, fühlt sich das nicht toll an … Bei einem vollkommenen Vertrauen würde die Angst auch vollkommen verschwinden. Aber mal ehrlich: Wer hat das schon? In der Realität sind Angst und Glaube in unserem Herzen viel enger miteinander verwoben, als uns lieb ist … Die Angst füttert sich dabei nahezu von allein. Sie nimmt es, wie es kommt: innerlich ausgemalte Szenarien des Schreckens, negative Gedanken, entmutigende Geschichten, angstmachende Bilder aus dem Fernsehen oder Internet. Und natürlich auch die eine oder andere negative Erfahrung, die wir gemacht haben. All das lässt unsere Angst größer und stärker werden.«

»Viel wird davon abhängen, unseren Glauben zu „füttern“, bevor wir ins dunkle Tal geraten. So, dass er schon möglichst stark ist, bevor die Angst kommt. Dann können wir der Angst etwas Substanzielles entgegensetzen. Der Schlüssel zur Überwindung der Angst – „ich fürchte kein Unglück“ – steckt in dem Bewusstsein: „Du bist bei mir“. Je nachhaltiger diese Gewissheit in uns wird, desto mehr weicht die Angst. Allerdings fällt so ein Glaube nicht einfach vom Himmel. Er speist sich aus den Erfahrungen guter Tage – und aus einer intensiven Kommunikation zwischen Gott und und Mensch. Glaube wird gestärkt durch …

  • dankbares Schauen auf Gottes Wirken in der Vergangenheit. „Count your blessings – Zähle wie oft dich Gott gesegnet hat“, sagen die Amerikaner. Gerade in Situationen des Mangels kann es hilfreich sein, sich zu vergegenwärtigen, wie Gott einen bereits früher gesegnet hat.« Vor vier Jahren fing meine Frau Anne an, die Sachen wofür sie dankbar ist, schriftlich aufzulisten. Matt Redmans Lied „10.000 Gründe“ hat sie motiviert, 10.000 aufzuschreiben und im September hat sie ihr Ziel erreicht. Hut ab! Jetzt überlegt sie sich, wieder von vorne herein anzufangen.
  • »den regelmäßigen Umgang mit dem Wort der Heiligen Schrift. Das wäre Martin Luthers „Nr. 1 Tipp“ in dieser Frage. Glauben und Vertrauen basieren auf dem Wort der Verheißung, das Gott uns in der Bibel zuspricht.« Paulus schrieb im Römerbrief 10, 17: »Und doch kommt der Glaube durch das Hören (oder Lesen!) dieser Botschaft, die Botschaft aber kommt von Christus.«
  • ein Umfeld, das unser Vertrauen stützt. Menschen färben aufeinander ab. Wir werden auf Dauer so wie die Menschen, die uns umgeben. Darum brauchen wir, um unseren Glauben zu stärken, Menschen um uns herum, die ebenfalls glauben.« Eigentlich brauchen wir Christen um uns herum, die einen stärkeren Glauben haben als wir selbst. Solche Menschen fördern unseren Glauben. Dies ist besonders wichtig, wenn wir tendieren zu zweifeln oder zynisch zu sein.
  • »die intensive Beschäftigung mit der Person Jesu. Jesus ist die vertrauensweckende Maßnahme schlechthin. Darum sind sein Glaube, seine Liebe und seine Hoffnung ansteckend. Vor allem die Tatsache, dass er unseren Tod geteilt hat, damit wir an seiner Auferstehung teilhaben dürfen.«
  • »persönlichen Zuspruch in Seelsorge und Segen. In Glaubenskrisen kommen wir oft mit pauschalen Ratschlägen nicht weiter. Sehr viel mehr helfen uns da der persönliche Zuspruch durch eine/n Seelsorger/in und speziell auf uns abgestimmte Lösungswege.«

»Glaube ist in der Tat das einzige, was auf Dauer gegen die Angst hilft. Freilich wirkt der Glaube nicht wie eine Medizin, die man kurz schluckt, und die Angst verschwindet. Es ist eher wie bei einem therapeutischen Prozess, der sich über längere Zeit hinzieht, wie er in ganz tiefe Ebenen unserer Persönlichkeit hineinreicht und diese Schicht um Schicht freilegt und nach und nach entängstigt«.

Zitate kommen aus dem Buch Expedition Freiheit, S. 110-112, Klaus Douglass & Fabian Vogt, © 2016 by C & P Verlagsgesellschaft mbH, Glashütten

Die unerwartete Auswirkung der Danksagung

By | Dankbarkeit

Ende August 2016, im Rahmen der Aktion „Stadtgespräch Jesus“ der Evangelischen Allianz Dresden, bin ich fast eine Woche mit einem sogenannten Danke-Mobile durch Dresden gefahren. Das Ziel? Mich bei verschiedenen Einrichtungen, Behörden, Dienstleistern, Geschäften und Menschen für ihren Dienst an Menschen mit einer Karte und einem kleinen Geschenk bedanken.

Ich fuhr zur Feuerwehr, Polizei, AWO, zum Ausländerrat und zur -behörde (ich bin selber Ausländer!), Spike e.V. und Roten Kreuz. Ich bedankte mich (im Namen der FeG Dresden-Süd) bei den Müllmännern und Altglasabholern, bei dem Postboten, der Autowäsche, unserer Arztpraxis, einigen Lebensmittelläden und Restaurants, die uns dienen und zu denen wir Kontakt haben.

Wofür habe ich mich bedankt?

  • Für den Beitrag zur menschlichen Sicherheit und zur Sauberkeit in unserer schönen Stadt.
  • Für die Hilfsbereitschaft, Professionalität und Aufmerksamkeit,
  • für den freundlichen und zuverlässigen Service,
  • für die schönen Läden mit einer guten Auswahl an Produkten
  • für den Dienst unter geflüchteten Menschen mitten in einer internationalen Krise
  • und leckeres Essen in einer schönen Atmosphäre, u.a.

Ich hätte weiterfahren und mich bei vielen anderen in der Stadt bedanken können, aber die Zeit reicht dafür einfach nicht aus. Ich habe auch andere Aufgaben zu erledigen.

Die Reaktionen? Überraschend unterschiedlich.

  • Einige sagten mir, sie dürfen nichts annehmen – als ob ich wirklich einen Lebensmittelladen mit einigen Schokoladen bestechen könnte!
  • Einige meinten: „Das müssen Sie nicht machen. Wir tun nur unseren Job und wir machen es gern,“ – auch wenn sie manchmal ihr Leben für andere riskieren! Man kann seine Arbeit so oder so machen, oder?
  • Als einer seinen Blick auf mein „Stadtgespräch.Jesus.DD“ T-Shirt richtete, verengte seine Augen in Verachtung.
  • Mehrere nahm aber die Karte und die Süßigkeiten mit einem breiten Lächeln an und waren von der Geste offensichtlich angerührt.
  • Eine Frau hat mich sogar umarmt!

Was mich aber bei der Aktion völlig verblüfft hatte, war die Auswirkung dieser Danksagung auf mich. Ich wollte anderen meinen Dank zum Ausdruck bringen, um ihnen etwas Gutes zu tun. Aber im Laufe der Aktion merkte immer und immer wieder, wie gut es mir  getan hat, anderen „Danke für Ihren Dienst“ zu sagen. Ich wurde selber mehrmals emotionell berührt. Das hat mich umgehauen. So was hatte ich nicht erwartet.

Vielleicht weil es uns offensichtlich gut tut, „Danke“ zu sagen, nimmt das wissenschaftliche Interesse an Dankbarkeit rasant zu (Recherche von Dr. Dirk Lehr, 2012). Wissenschaftler sind fasziniert davon, wie Dankbarkeit das Risiko psychischer Erkrankungen mildern kann (Kendler et al. 2003).

Im Seminar hat einer meiner Professoren uns ermutigt, mindestens einmal im Monat einen Dankesbrief an ein Geschäft, Dienstleister, usw. zu schreiben, um ihm von einer positiven Erfahrung bei ihm zu erzählen und den infrage kommenden Mitarbeiter vor seinem Vorgesetzten zu loben. Er machte uns Mut, reichlich Komplimente zu machen – an Kritik wird es nie mangeln.

Jakobus schreibt: »Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter …« (1,17). Wenn alles Gute schon von Gott kommt, warum sich nicht mal bei dem einen oder anderen dafür bedanken – auch wenn er oder sie vielleicht nicht einmal an den Vater des Lichts glaubt. Vielleicht trägt unsere Haltung der Dankbarkeit zum Perspektivenwechsel bei!

Woher kommt der Glaube?

By | Allgemein

Über die Jahre hinweg habe ich den Satz, „Ich kann nicht glauben,“ von vielen Menschen gehört. Es ist als ob wir unserem Unglauben hilflos ausgeliefert sind und dagegen nichts unternehmen können. Klar ereignen sich Unglücke und Tragödien im Leben, die uns öfters skeptischer und zynischer machen. Es ist alles eine Frage der Perspektive.

Heute morgen las ich folgendes im ersten Brief von Petrus im Neuen Testament: „… in seiner großen Macht wird er euch durch den Glauben beschützen.“ Beschützt zu werden hört sich sehr gut an, aber was ist, wenn ich keinen Glauben habe? Es steht geschrieben, dass Gott uns in seiner großen Macht durch unseren Glauben beschützt. Hier geht es nicht darum, irgendetwas zu glauben, sondern an Gottes Sohn Jesus Christus, den Auferstandenen, zu glauben. Und er schreibt zu Menschen, die einmal an Jesus Christus nicht geglaubt haben, aber den Weg zu Jesus – und somit zum Glauben an ihn – gefunden hatten. Was ist aber mit Menschen, die noch nicht an Jesus glauben?

Der Apostel Paulus geht dieses Problem in dem 10. Kapitel des Römerbriefes an: „11 So heißt es in der Schrift: »Wer an ihn (Jesus) glaubt, wird nicht umkommen.« 12 Das gilt ohne Unterschied für Juden wie für alle anderen Menschen. Alle haben denselben Herrn, der seine Reichtümer großzügig allen schenkt, die ihn darum bitten. 13 Denn »jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden«. 14 Doch wie können sie ihn anrufen, wenn sie nicht an ihn glauben? Und wie können sie an ihn glauben, wenn sie nie von ihm gehört haben? Und wie können sie von ihm hören, wenn niemand ihnen die Botschaft verkündet? 15 Und wie soll jemand hingehen und ihnen die Botschaft Gottes sagen, wenn er nicht dazu beauftragt wurde? Das ist gemeint, wenn es in der Schrift heißt: »Wie wunderbar ist es, die Boten kommen zu hören, die gute Nachrichten bringen!« 16 Doch nicht jeder nimmt die gute Botschaft an, wie auch der Prophet Jesaja sagte: »Herr, wer hat unserer Predigt geglaubt?« 17 Und doch kommt der Glaube durch das Hören dieser Botschaft, die Botschaft aber kommt von Christus.“

Meine Frau Anne und ich wurden schon beauftragt, nach Dresden zu kommen, um die frohe Botschaft über Jesus zu verkünden. Deswegen gründen wir diese neue Gemeinde – damit der Glaube in den Gläubigen gestärkt und in den Ungläubigen entzündet wird.

Paulus macht es aber klar, dass das Hören der Botschaft und die Entzündung des Glaubens unweigerlich zusammenhängen. Wenn ich nicht an Jesus glaube und nie eine biblisch basierte Predigt höre, wird mein Unglaube nie infrage gestellt und nie herausgefordert. Denn ich entscheide mich woran ich glaube. Die Botschaft über Jesus Christus ist Informationen, die uns gut tun, die uns retten! Aber wenn wir diese Informationen nie bekommen, wie können sie auf mich wirken?

Wenn ich also glauben wollen oder wenn ich gerne meinen Glauben gestärkt hätte, müsste ich mich auf dem Weg zu einer Kirchgemeinde machen, in der diese Infos über Jesus den Retter der Welt weitergegeben wird. Oder ich müsste sie selbst „anhören“, indem ich mir eine Bibel besorge und bspw. das Lukas- und Markusevangelium im Neuen Testament durchlese – und zwar regelmäßig, ein bisschen (oder auch mehr) am Besten täglich. Man sollte die Bibel nie wie ein Roman lesen, einmal gelesen und fertig. Dieses Buch ist ein lebendiges Buch. Wenn wir ihm erlauben, spricht Gott uns durch sein Wort an. Die Infos, die wir dadurch bekommen stärken unseren Glauben, wenn er gerade geschwächt ist, und entzünden in uns den Glauben, wenn wir keinen haben.

Jeff Ingram

Die Wirkung des Gebets

By | Gebet

Eine Begegnung, die mir zeigte, dass Gott durch Gebet wirkt

Vor ein paar Wochen las ich im Twitter folgenden Tweet über Gebet, der mich zum Nachdenken brachte:

Gebet-Crawford-Loritts

Übersetzt lautet der Tweet: „Gebet ist das, was Gott gebraucht, um seine Kraft und seine Möglichkeiten auf unser konkretes Anliegen zu richten. Als von ihm abhängige Menschen sind wir darauf angewiesen, dass er eingreift.“ – Dr. Crawford Loritts

Ich glaube fest daran, dass dies der Wahrheit entspricht. Worüber habe ich denn nachgedacht? Über die Jahre hinweg habe ich viele Gebete sowohl leise als auch laut ausgesprochen, denn ich glaube an die Kraft des Gebets. Aber manchmal zweifle ich daran, denn es scheint mir, dass Gebet meines Erachtens entweder zu langsam oder nicht kräftig genug wirkt.

Also habe ich auf die Tweet mit folgendem geantwortet:

Gebet-Crawford-Loritts-Antwort

Übersetzt lautet mein Tweet: „Einverstanden! Aber manchmal wünsche ich mir, dass Gottes Eingreifen offensichtlicher wäre.“

Also darüber habe ich nachgedacht und gebetet. Kurz danach begegnete ich jemandem, für den ich seit Monaten bete. In der ganzen Zeit habe ich keine großen Zeichen gesehen, dass Gott im Leben dieser Person etwas tut. Aber gerade bei dieser Begegnung kamen wir ins Gespräch über wichtige Lebensthemen und schmerzvolle Enttäuschungen. Plötzlich merkte ich, Gott ist am Wirken! Vielleicht arbeitet er langsamer als ich es mir wünsche, aber er ist eben Gott. Soll ich aufhören zu beten, da ich nicht unbedingt die von mir erwünschten Ergebnisse zu dem von mir erwünschten Zeitfenster sehe? Auf gar keinen Fall!

Die Erfahrung hat mir Mut gemacht, weiter zu beten, auch wenn ich das von mir erwünschte Ergebnis – das hoffentlich Gottes Willen entspricht – nicht sofort sehe. Sind Sie auch mit dabei?

Gott eine Chance geben

By | Gebet

Viele Menschen gehen durchs Leben ohne viele Gedanken an Gott zu verlieren. Im Osten von Deutschland, z.B., gibt es viele solcher, die in einer völlig gottlosen Kultur aufgewachsen sind.

Was wäre aber, wenn es wirklich einen Gott gäbe? Was wäre, wenn dieser Gott keine unpersönliche Kraft wäre, sondern ein persönliches Wesen, das sich für Menschen interessiert?

Louis Zamperini war ein hyperaktiver Raubake und der Sohn italienischer Eltern, die in die USA ausgewandert waren. Er wuchs in Kalifornien auf und war einer derer, die nie einen Gedanken an Gott verloren hatten – dann brach der zweite Weltkrieg aus. Louis wurde Offizier in der Luftwaffe und diente im pazifischen Raum als Bombenschütze in einem Bombengeschwader.

Eines Tages von Hawaii aus wurde ihrer Besatzung befohlen, sich an der Suche nach einem vermutlich abgestürzten Flugzeug zu beteiligen. Die Besatzung sollte gerettet werden. Ihr Flugzeug war leider nicht vollkommen flugtüchtig; dennoch wurden sie losgeschickt, da es trotzdem den TüV bestanden hatte. Mitten im Flug über dem pazifischen Ozean hörte ein Motor auf zu funktionieren und kurze Zeit später setzte ein zweiter Motor aus. Der Pilot verlor die Kontrolle über das Flugzeug und es stürzte ab. Bei dem Aufprall starben acht Besatzungsmitglieder.

Die drei Überlebenden schafften es, ins Rettungsboot zu kommen. Dabei konnten sie ganz wenig an frischem Wasser und Essensvorräten aus dem Flugzeug herausholen, bevor es untertauchte. Sie waren mitten im pazifischen Ozean verschollen, hunderten von Meilen vom Festland entfernt. Die Aussicht war ziemlich duster.

Es ist ein interessantes Phänomen, dass manche Menschen, die Gottes Existenz bislang verleugnet haben und einmal dem Tod ins Auge sehen müssen, plötzlich anfangen zu diesem Gott zu beten. Wenn es keinen Gott gibt, wie erklärt sich dieses Phänomen? Woher kommt diese Sehnsucht?

Letzten Sommer las ich die wahre Geschichte „Unbroken” vonLouis Zamperini und seine Beharrlichkeit als Kriegsgefangener der Japaner im zweiten Weltkrieg. Obwohl die Geschichte sowieso unglaublich spannend war, war ich bei diesem Phänomen in folgenden Auszügen hängen geblieben. Es fängt kurz nach dem Absturz an …

S. 141-2: Die Körper der Verschollenen wurden immer schwächer. Keiner von ihnen hatte in den vergangenen drei Tagen etwas gegessen. Sie waren wirklich hungrig und durstig. Nachdem sie die B-24 gesichtet hatten, verbrachten sie eine weitere Nacht in Eiseskälte, dann einen langen vierten Tag. Es waren weit und breit keine Flugzeuge, keine Schiffe, keine U-Boote zu sehen. Jeder der Männer trank die letzten Tropfen seiner Wasserration.

Irgendwann am fünften Tag rastete Mac aus. Nachdem er tagelang fast nichts gesprochen hatte, begann er plötzlich zu schreien, dass sie gerade dabei seien zu sterben. Mit einem wilden Blick in den Augen tobte er und konnte nicht aufhören zu schreien. Louis schlug ihm ins Gesicht. Mac wurde sofort still, legte sich und erschien seltsam zufrieden.

Mac hatte allen Grund den Glauben zu verlieren. Ihr Wasser war aufgebraucht. Nachdem die B-24 sie passiert hatte, waren keine weiteren Flugzeuge mehr vorbeigekommen und die Strömung trieb sie weg von den Flugrouten, die von ihnen wohlgesonnenen Fliegern genutzt wurden. Wenn die Suche nach ihnen nicht schon aufgegeben worden war, so würde das bald der Fall sein.

In dieser Nacht betete Louis vor er versuchte zu schlafen. Davor hatte er erst einmal in seinem Leben gebetet, in seiner Kindheit als seine Mutter krank war und ihn plötzlich die Angst überkommen hatte, dass er sie verlieren würde. In dieser Nacht im Rettungsboot, mit Worten, die er in Gedanken zusammensetzte und die es nicht ganz über seine Lippen schafften, bat er um Hilfe.

S. 154: Für Phil gab es eine andere Quelle der Kraft, eine, derer sich selbst Louis nicht bewusst war. Laut seiner Familie war Phil auf seine stille, zurückhaltende Art ein tief religiöser Mann, der den Glauben in sich trug, den ihm seien Eltern nahegebracht hatte.

S. 155: Zwei Wochen vergingen. Die Haut der Männer war von der Sonne verbrannt, angeschwollen und aufgerissen. Rätselhafte weiße Linien bildeten ein Strichmuster auf ihren Finger- und Fußnägeln und durch das Salz verursachte Geschwüre zogen sich an ihren Beinen, ihrem Gesäß und ihrem Rücken hoch. Die Rettungsfloße lösten sich in der Sonne und dem Salzwasser zunehmend auf und deren strahlend gelbe Farbe färbte Haut und Kleidung der Männer und machte es alles klebrig.

Die Körper der Männer schwanden langsam davon. Jeden Tag stellte Louis bei sich und seinen Bootskameraden eine zunehmenden Gewichtsdifferenz zum Vortag fest: Die Hosen wurden weiter, die Gesichter schmäler. Als sie die Zweiwochenmarke überschritten hatten, begannen sie grotesk auszusehen. Das Fleisch hatte sich verflüchtigt. Ihr Wangen, nun mit Bartwuchs, hatten sich ins Konkave gewölbt. Ihre Körper verdauten sich selbst.

S. 156: Die Zweiwochenmarke war für Louis auf eine andere Art ein Wendepunkt. Er begann laut zu beten. Er hatte keine Ahnung, wie er zu Gott sprechen soll, also rezitierte er Gebetsfetzen, die er in Filmen gehört hatte. Phil neigte seinen Kopf als Louis sprach und trug ein „Amen“ am Ende des Gebets bei.

S. 158: Am sechsten Tag ohne Wasser realisierten die Männer, dass sie es nicht mehr lange aushalten würden … Sie neigten ihre Köpfe gemeinsam und Louis betete. Wenn Gott ihren Durst lindern könnte, so schwor er, würde er ihm sein Leben widmen.

Am nächsten Tag – durch göttliches Eingreifen oder dank dem launischen Humor der Tropen – öffneten sich die Schleusen des Himmels und Regen strömte herab. Noch zweimal ging das Wasser aus, noch zweimal beteten sie und noch zweimal kam der Regen. Die Schauer gaben ihnen gerade genug Wasser, um ein Weilchen länger zu leben.“

Diese Geschichte beantwortet nicht die Fragen, die ich früher stellte, aber sie zeigt das Ringen eines Menschen, der unbedingt überleben will, auch wenn er selbst nichts tun kann, um seine Überlebenschancen zu verbessern. Mit dem Glauben an Gott hatte er nichts am Hut. Er brauchte Hilfe und er wagte es, Gott um Hilfe zu bitten. Wissenschaftlich kann es nicht bewiesen werden, dass Gott seine Gebete erhört hatte, aber es ist schon interessant, dass er genau das bekam, was er zum Überleben brauchte.

Jesus hat einmal gesagt: „Bittet, und ihr werdet erhalten. Sucht, und ihr werdet finden. Klopft an, und die Tür wird euch geöffnet werden. Denn wer bittet, wird erhalten. Wer sucht, wird finden. Und die Tür wird jedem geöffnet, der anklopft. “ (Matthäus 7)

Gott freut sich wenn wir endlich mal erkennen, dass ihm Ressourcen zur Verfügung stehen, von denen wir nur träumen können – und, dass er sie mit uns gerne teilt, wenn wir ihn darum bitten! Er freut sich, wenn wir uns auf ihn verlassen und aufhören, alles selbst regeln zu müssen. Geben Sie ihm eine Chance. Sie müssen dem Tod nicht ins Auge sehen bevor Sie den Sprung wagen!

– die Auszüge stammen aus dem Buch auf Englisch Unbroken: A World War II Story of Survival, Resilience, and Redemption, copyright 2010 von Laura Hillenbrand, Random House, und wurden von der FeG Dresden-Süd ins Deutsch übersetzt