Woher kommt der Glaube?

By 20. August 2016Allgemein

Über die Jahre hinweg habe ich den Satz, „Ich kann nicht glauben,“ von vielen Menschen gehört. Es ist als ob wir unserem Unglauben hilflos ausgeliefert sind und dagegen nichts unternehmen können. Klar ereignen sich Unglücke und Tragödien im Leben, die uns öfters skeptischer und zynischer machen. Es ist alles eine Frage der Perspektive.

Heute morgen las ich folgendes im ersten Brief von Petrus im Neuen Testament: „… in seiner großen Macht wird er euch durch den Glauben beschützen.“ Beschützt zu werden hört sich sehr gut an, aber was ist, wenn ich keinen Glauben habe? Es steht geschrieben, dass Gott uns in seiner großen Macht durch unseren Glauben beschützt. Hier geht es nicht darum, irgendetwas zu glauben, sondern an Gottes Sohn Jesus Christus, den Auferstandenen, zu glauben. Und er schreibt zu Menschen, die einmal an Jesus Christus nicht geglaubt haben, aber den Weg zu Jesus – und somit zum Glauben an ihn – gefunden hatten. Was ist aber mit Menschen, die noch nicht an Jesus glauben?

Der Apostel Paulus geht dieses Problem in dem 10. Kapitel des Römerbriefes an: „11 So heißt es in der Schrift: »Wer an ihn (Jesus) glaubt, wird nicht umkommen.« 12 Das gilt ohne Unterschied für Juden wie für alle anderen Menschen. Alle haben denselben Herrn, der seine Reichtümer großzügig allen schenkt, die ihn darum bitten. 13 Denn »jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden«. 14 Doch wie können sie ihn anrufen, wenn sie nicht an ihn glauben? Und wie können sie an ihn glauben, wenn sie nie von ihm gehört haben? Und wie können sie von ihm hören, wenn niemand ihnen die Botschaft verkündet? 15 Und wie soll jemand hingehen und ihnen die Botschaft Gottes sagen, wenn er nicht dazu beauftragt wurde? Das ist gemeint, wenn es in der Schrift heißt: »Wie wunderbar ist es, die Boten kommen zu hören, die gute Nachrichten bringen!« 16 Doch nicht jeder nimmt die gute Botschaft an, wie auch der Prophet Jesaja sagte: »Herr, wer hat unserer Predigt geglaubt?« 17 Und doch kommt der Glaube durch das Hören dieser Botschaft, die Botschaft aber kommt von Christus.“

Meine Frau Anne und ich wurden schon beauftragt, nach Dresden zu kommen, um die frohe Botschaft über Jesus zu verkünden. Deswegen gründen wir diese neue Gemeinde – damit der Glaube in den Gläubigen gestärkt und in den Ungläubigen entzündet wird.

Paulus macht es aber klar, dass das Hören der Botschaft und die Entzündung des Glaubens unweigerlich zusammenhängen. Wenn ich nicht an Jesus glaube und nie eine biblisch basierte Predigt höre, wird mein Unglaube nie infrage gestellt und nie herausgefordert. Denn ich entscheide mich woran ich glaube. Die Botschaft über Jesus Christus ist Informationen, die uns gut tun, die uns retten! Aber wenn wir diese Informationen nie bekommen, wie können sie auf mich wirken?

Wenn ich also glauben wollen oder wenn ich gerne meinen Glauben gestärkt hätte, müsste ich mich auf dem Weg zu einer Kirchgemeinde machen, in der diese Infos über Jesus den Retter der Welt weitergegeben wird. Oder ich müsste sie selbst „anhören“, indem ich mir eine Bibel besorge und bspw. das Lukas- und Markusevangelium im Neuen Testament durchlese – und zwar regelmäßig, ein bisschen (oder auch mehr) am Besten täglich. Man sollte die Bibel nie wie ein Roman lesen, einmal gelesen und fertig. Dieses Buch ist ein lebendiges Buch. Wenn wir ihm erlauben, spricht Gott uns durch sein Wort an. Die Infos, die wir dadurch bekommen stärken unseren Glauben, wenn er gerade geschwächt ist, und entzünden in uns den Glauben, wenn wir keinen haben.

Jeff Ingram